Bormangel an Kohlgemüse und Sellerie


Wissenschaftl. Bezeichnung:

Bormangel an Blumenkohl


Foto: Josef Schlaghecken

Art:
Sonstige Schäden

Allgemeine Bedeutung:
Bormangel spielt vor allem bei Blumenkohl, aber auch bei Brokkoli, Kohlrabi, Rosenkohl, Roter Rübe und Sellerie eine wichtige Rolle. Tritt oft auf borarmen, leichten Böden mit hohem pH-Wert oder starker Kali-Überdüngung. Empfindlichkeit teils sortenabhängig

Schadbild:
Junge Blätter sind schmal und spröde, die Blattränder sind gelblich verfärbt, während ältere Blätter Chlorosen aufweisen. Im Strunk treten Hohlräume auf.

Bei Blumenkohl sitzen die Köpfe locker, die eigentlich weißen Blumen sind bräunlich verfärbt und weisen glasige Flecken auf, die später hart und trocken werden und daraufhin faulen. Sie werden zum Teil von Blättern durchwachsen. Der Geschmack ist bitter.

Brokkoli reagiert auf Bormangel durch ungleichmäßig geformte Blütenstände.

Kohlrabi weist bräunliche Flecken auf, die Knolle ist weich und hat an Geschmack verloren.

Bei Rosenkohl bleiben die einzelnen Rosen geöffnet, sie sind locker.

Bei Chinakohl verfärben sich die inneren Blätter im Bereich der Blattrippen braun, die Wurzel ist unterentwickelt, es entsteht daraufhin Trockenfäule.

Bormangel an Sellerie (Herzbräune, Knollenbräune) zeigt sich durch braune Verfärbungen und Hohlräume in der Knolle. Schließlich entsteht Herz- und Trockenfäule. Die unterschiedlichen Selleriesorten reagieren auf Bormangel unterschiedlich stark.

Bei Roter Rübe führt der Mangel an Bor (wie auch bei Mangold) zur Herz- und Trockenfäule. Der Vegetationspunkt stirbt ab oder es bilden sich viele verkrüppelte Herzblätter, die älteren Blätter sterben ab. Die Rübe verfärbt sich außen beginnend schwarz und wird weich, sie ist nicht mehr verwertbar.

Biologie:

Bekämpfung:
Häufig spielt beim Auftreten von Mangel-Symptomen das Wetter eine Rolle: Kalte Böden, Trockenheit oder starke Temperaturschwankungen hemmen die Nährstoffaufnahme. Eine ausreichende und gleichmäßige Bewässerung (z.B. Tröpfchenbewässerung) führt zu einer Verbesserung der Kulturbedingungen.
Keine weiteren Kalkgaben, pH-Wert nach Möglichkeit senken.
20g Borax/10 m² bzw. 0,2% Borax-Lösung (20ml/10l) als Blattdüngung spritzen

Beratung:
Gartenakademie

Bilder:

© DLR
Bormangel an Chinakohl







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